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Hoehland Vigezzo - National Park Valgrande

 

Im östlichen Teil des Ossola-Tales, am Rande des piemontesischen Territoriums, unweit der Lombardei und angrenzend an den Kanton Tessin, zwischen den westlichen und den zentralen Alpen öffnet sich ein Tal, welches die bequemste Verbindung zwischen dem Simplon und dem Gotthard darstellt. Wir befi nden uns bereits in den Lepontiner Alpen und dieses Tal folgt einem von Bergketten umgebenem Weg, welcher von Domodossola in Richtung west - ost bis nach Locarno führt und in der Mitte durch die schweizer Grenze unterbrochen wird. Der Teil im Tessin nennt sich Centovalli, der in Italien Vigezzotal oder Tal der Maler.

Die sieben Gemeinden des Vigezzo Hoehland

(das Vigezzotal hat fast 10.000 Einwohnern)

 

Druogno (Höhe 835 m.) begegnet man als erstes von der Hauptstrasse Domodossola in Richtung Locarno. Der Ortsteil Coimo ist der einzigste Ort mit einer Molkerei und eine Landwirtschaft von gewisser Grössenordnung für die Herstellung von bekannten Käsereiprodukten. "Castagnata Coimese" (Kastanie Fest) immer am zweiten Oktoberwoche.

Santa Maria Maggiore (Höhe 816 m.) war in der Vergangenheit bürgerlicher und religiöser Hauptort des Vigezzotales und der Sitz des Amtsgerichtes. Die Kirche ist der Jungfrau Maria gewidmet und wurde zwischen 1733 und 1742 wiederaufgebaut. Davor befand sich dort eine romanische Konstruktion aus dem 12. Jhr., von der noch der Kirchturm und einige dekorierte Teile übrig sind: Schule der schönen Künste Rossetti Valentini mit Gemäldeausstellung, Schornsteinfegermuseum. Jedes Jahr ein grosses Fest rund der Zusammenkunft alle Schorsteinfeger der Welt, die erste Woche von September.

Craveggia (Höhe 889 m.) Dorf mit glanzvoller Vergangenheit, dank der Erfolge seiner Auswanderer nach Frankreich. Zeugen dafür sind die herrschaftlichen Paläste, die in den engen und charakteristischen Gässchen stehen. Aus dem 18. Jhr. stammt der bewundernswerte Bau am Dorfplatz, bestehend aus Kirche, Taufkapelle und Oratorium der S. Marta. Die Kirche ist den Heiligen S.S. Giacomo und Cristoforo gewidmet und beinhaltet den äusserst wertvollen Schatz der französischen Könige zusammen mit Juwelen und Stoffen u.a. auch das Leichentuch des Sonnenkönigs Ludwig XIV, das Hochzeitskleid der Königin Maria Antoniette, Lanzen von besonderem künstlerischem Wert, heilige Vasen und zahlreiche andere Kultobjekte. In dem Ortsteil Prestinone steht das Haus, in dem der bekannte vigezziner Maler Carlo Fornara arbeitete. Von Prestinone aus fährt eine Kabinenbahn zur "Piana di Vigezzo".

In Malesco (Höhe 761 m.) befindet sich eine Mineralwasserfabrik, die den antiken Quellen "Pezzidi" seit einigen Jahren einen besonderen Stellenwert gibt. Malesco ist auch Sitz des Museums der Valgrande. Eigentlich steht Malesco die Bezeichnung "Hauptort des Tales" zu, gerade wegen seiner zentralen Position an der Kreuzung der Haupt-verbindungsstrassen mit Nordeingang ins National Park via das Loana-tal.

RE (Höhe 710 m.) Sieben km. vom Hauptort entfernt befindet sich die Grenze mit dem Kanton Tessin in der Schweiz. Das berühmte Wunder der Madonna des Blutes vom 29. April 1494, hat eine entscheidende Wende in die Geschichte von Re gebracht. Die gewaltige Basilika im Stil byzantinisch-renaissance wurde fast gänzlich von Steinmetzen und von vigezziner Künstlern gebaut und ist ein wertvolles Kunstwerk des Architekten Edoardo Coliamarini aus Bologna. Sie wurde im August 1958 vom Bischof Mons. Gremigni aus Novara eingeweiht.

Toceno (Höhe 907 m.) liegt an einem der aussichtsreichsten Punkte im Vigezzotal. Ca. 4 km von Toceno entfernt befindet sich Arvogno, herrlich auf 1267 m gelegen im grossen Tal des östlichen Melezzo.

Villette (Höhe 807 m.) im Dorfzentrum von Villette befindet sich ein kleines Museum "Ca di Feman" (Haus der Frauen), in dem die Geschichte der Bauernfrauen erzählt wird und in dem sich eine wertvolle und reiche Sammlung von Gerätschaften befindet.

Das Vigezzo Hoehland ist wirklich etwas besonderes, weil:

I) 'Das blaue Baenchen ist hier zu Hause'. 1923 wurde die italienisch-schweizerische Eisenbahn (von der Bevolkerung "Vigezzina" genannt) eingeweiht, die sich 52 km lang über 83 Brucken und durch 31 Tunnel schlingt. Ein wichtiger Anhaltspunkt für Turismus und Reisen durch eine eindrucksvolle und zu jeder Jahreszeit farben-prachtigen Gebirgslandschaft, welche das Vigezzotal mit Centovalli verbindet.

Fotos und Information: Lago Maggiore Express .

II) Der Nationalpark Valgrande, nicht weit vom Lago Maggiore entfernt, ist das grösste, naturbelassenste Gebiet Italiens. Ein einzigartiges Tal, am Ende der Welt, dominiert von der Stille, wo die Natur die Königin ist. Ein Heiligtum des Ambientes, welches mit absolutem Respekt besucht werden muss. Aber die Valgrande ist auch Geschichte. Eine lange Geschichte einer alpinen Zivilisation von den Leuten der Ortschaften erzahlt, die um dieses Gebiet zwischen Ossola, Verbania, Vigezzo, Intrasca und Cannobina leben. Auch derjenige, der sich damit begnügt, nur am Rande dieses Gebietes zu gehen, hat die Möglichkeit die sogenannte Wilderness zu empfinden.

Fotos, Plan und Info: National Park Valgrande .

Website: parcovalgrande.it (öffnet ein neues Fenster) .

III) Unter den zahlreichen Vigezzinen, die in den vergangenen Jahrhunderten den Geburtsort verliessen, um in anderen Teilen Europas den Kurzwarenhandel auszuführen, war einer namens Giovanni Paolo Femminis, welcher seinen Namen an ein Produktband, welches auf der ganzen Welt berühmt wurde; das Kölnisch Wasser. Er wurde 1666 in Crana geboren (eine Tafel erinnert an das Geburtshaus) und zog im Alter von 22 Jahren nach Mainz. Nachdem er dort einige Jahre verbracht hatte, ging er 1693 nach Köln und ging dort dem Kurzwarenhandel und dem Handel von Duftwässerchen nach. Zu dieser Zeit brachte er ein Duftwasser aus seiner Herstellung in den Handel, zuerst mit dem Namen "Mirabile" aus Köln, welches auf die Zustimmung des Publikums stiess und welches ihm wirtschaftlichen Wohlstand und soziale Anerkennung brachte. Tatsächlich fand man in den Häusern von Verwandten Rezepte und Studien über Experimente und Forschungen mit Grundstoffen und Essenzen, die ihm nur die italienische Flora bieten konnte. Femminis starb 1736 ohne Nachkommen und die Herstellung des Kölnisch Wasser wurde von seinem Mitarbeiter Carlo Girolamo Farina aus Santa Maria Maggiore weitergeführt und den Nachfolgern überliefert. Natürlich auch im Vigezzotal, nicht nur Heimatland von Femminis und Farina, sondern auch Lieferant der alpinen Kräuter und Essenzen, die benötigt wurden , um das erste Kölnisch Wasser zu verwirklichen, befand sich eine Herstellung. Noch heute wird im Vigezzotal das berühmte Kölnisch Wasser hergestellt und verkauft

IV) Auch der eiligste Beobachter und Tourist kann sich beim Durchgehen des Vigezzotales der Faszination und den sonnigen und auffallenden Farben nicht entziehen, die typisch sind für diese so klare und anmutige Natur. Man möchte diesen Eindruck mit dem Fotoapparat festhalten, um mit uns eine Erinnerung dieser Atmosphäre der antiken Zeit mitzunehmen. In den Jahrhunderten, haben zahlreiche lokale und fremde, bekannte und weniger bekannte Maler charakteristische Teile des Tales unsterblich gemacht. Die Tradition der lokalen Malerei, so wie die, der anderen Täler verliert sich in den vergangenen Jahrhunderten, als diese Kunst ausschliesslich den heiligen Bildnissen vorenthalten war: Kirchen, Oratorien und Kapellen sind hiervon Zeugen und sogar die Fassaden bürgerlicher Häuser oder auch der Verputz einfacher Hütten, die im Laufe der Zeit verbleicht sind, zeigen uns wunderschöne Madonnen aus jeder Epoche.

V) Auch im Winter gibt es viel zu tun: Langlauf, Ski-fahren. Auf nur etwa 100 m. vom Camping Hermitage führt den Seilbahn in das  Süd-orientierte Skigebiet von La Piana (1725 m.). Das Plan mit sicht auf die Pisten, rechtsunten, öffnet ein neues Fenster.

 

VI) Langlauf und Schlittschuhlaufen in Santa Maria Maggiore, Schipisten für anfänger in Druogno (la Baitina). Und die andere Azurblauen-Skigebieten von Ossola sind immer in der nähe. Zum Beispiel auf die Pisten (Nord/Nord-Ost situiert) von Lusentino-Domobianca (oberhalb Domodossola, nur 30 km. von Craveggia) findet mann immer optimal Verhältnisse.

Imformation Ossola Winter Schi - Tourschigebiet

(auf Englisch): Äquator-für-Schi .

VI)  Delta, Parapente. Das West-Ost Tal hat ein einzigartiges Mikroklimat, sehr geliebt von Deltaflieger und Parapendisten. Natürlich ist die La Piana Seilbahn auch für diese Sportler da.

VII) Das Vigezzotal, das Hoehland zwischen Locarno und Domodossola. Mit etwa 10.000 Einwohnern und eine reiche Geschichte, Natur, Kultur. Auch Bekannt als Tal der Maler und Schornsteinfeger. Ist unterschiedlich von die andere Täler im Ossola Gebiet. Indem mann hochfahrt im Anzascatal, Antronatal, Bognanco, Divedro-Cairasca, Antigorio, Formazza oder Isorno, dann wird mann Gletschern und die höchste Alpengipfeln aufs Pfad finden. In Vigezzo aber ist es offen und geht die Strecke weiter. Nach Re, oder Masera und das Lago Maggiore. Von Trontano nach Craveggia. Also wirklich ein Eldorado für Radfahren und Mountainbike...

 
   

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